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Aktualisiert: vor 24 Minuten 39 Sekunden

Jaguar F-Pace 30d AWD: Die Betonung liegt auf dem ersten Buchstaben

vor 38 Minuten 51 Sekunden

SUV gehören mittlerweile auch bei Edel- oder Sportwagenmarken zum guten Ton. Und das Kalkül geht auf. Nehmen wir Jaguar: Die sportlichen Briten wollten das Segment nicht allein der Konzernschwester Land Rover überlassen und brachten im vergangen Jahr den F-Pace auf den Markt. Der wurde – als erstes SUV überhaupt – dann auch prompt Anfang dieses Jahres zum „World Car of the Year“ gekürt. Und mauserte sich auch gleich zum Topseller der Marke: 42 Prozent aller Jaguar-Käufer griffen in den ersten neun Monaten dieses Jahres zum F-Pace.

Sportive Raubkatze mit viel Platz

Jaguar F-Pace.
Copyright: Auto-Medienportal.Net

Überall, wo er auftaucht, erntet der F-Pace Lob von Passanten für sein schickes Äußeres. Dem mächtigen (SUV-) Unterbau schließt sich ein flaches sportives Greenhouse an. Dieses Design gibt dem Jaguar eine ganz eigene Note. Unterstrichen wird das Massive des Karosseriekörpers noch dadurch, dass die vermeintlichen Außenschweller Teil der Tür sind. Trotz des recht schmalen Fensterbandes müssen sich die Hinterbänkler nicht eingeengt fühlen. Wegen der erfreulich hoch montierten Sitzbank bietet der F-Type auch im Fond ausreichend Sicht nach draußen. Ohnehin ist der Sitzkomfort in der zweiten Reihe mit ihren beiden beheizbaren Außenplätzen dank ausreichend großer Schenkelaufauflage und genügend Kniefreiheit gut. Die hinteren Passagiere finden ebenfalls einen beleuchteten Fußraum vor. Zwei USB- und ein 12-Volt-Anschluss kommen den Kommunikations- und Entertainmentbedürfnissen der hinteren Mitfahrer entgegen.

Bei den Materialien ist noch Luft nach oben

Jaguar F-Pace.
Copyright: Auto-Medienportal.Net

Das Ambiente ist gehoben, dennoch wirken die Materialien nicht ganz so fein, wie in anderen Fahrzeugen der Marke. Insbesondere am Lenkrad und dem belederten Armaturenbrett ist dies im wahrsten Sinne des Wortes ein wenig spürbar. Störend sind letztendlich aber nur die weit oben an der Türkante, fast schon in Schulterhöhe platzierten Fensterheber. Sie hätten gerne ihren Platz mit den Memory-Tasten für die Sitzeinstellung in der Armlehne tauschen können, die den Beifahrersitz mit einschließen. Der F-Type bietet typische Markenattribute wie den aus der Mittelkonsole herausfahrenden Drehknopf für die Automatik.

Weniger spritzig dafür kraftvoll

Jaguar F-Pace 30d AWD.
Copyright: Auto-Medienportal.Net

Während viele SUV alles andere als sportiv sind, liegt die Betonung beim F-Pace eindeutig auf dem ersten Buchstaben des Gattungsbegriffs. Die Herkunft verpflichtet schließlich, und es verwundert da auch nicht weiter, dass die Einstiegsversionen Hecktriebler sind. Bei den Allradausführungen schaltet sich die Vorderachse auch erst dann zu, wenn hinten Schlupf auftritt. Der F-Pace 30d ist zwar nicht so spritzig wie der Benziner, geht aber mit seinem beeindruckenden Drehmoment kraftvoll zur Sache und erfeut mit einer ebenso exakten wie leichtgängigen Lenkung. Nur das Poltern der 18-Zöller fällt beim ansonsten komfortabel gefederten Briten-SUV hin und wieder auf.

Der Acht-Gang-Automat arbeitet sanft, aber nicht gänzlich unmerklich. In den unteren Stufen dreht der 3,0-Liter-Diesel dabei manchmal unnötig hoch und verlässt sich mehr auf seine 221 kW / 300 PS als auf seine 700 Newtonmeter Drehmoment, wirkt dadurch hin und wieder nicht ganz so souverän wie erwartet. Dafür dürfen es am Ende dann aber nicht nur sportliche 241 km/h Höchstgeschwindigkeit sein, sondern im Alltag auch unter sieben Liter Durchschnittsverbrauch.

Drei Fahrmodi verfügbar

Jaguar bietet dem Fahrer verschiedene Fahreinstellungen an, wobei beim Wechsel von „Normal“ auf „Sport“ Tachometer und Drehzahlmesser im volldigitalen Instrumentarium ihre Plätze tauschen. Im „Eco“-Mode werden Verbraucher wie die Lenkradheizung und die Sitzklimatisierung deaktiviert sowie das Lüftungsgebläse niedrig eingestellt.

Jaguar F-Pace.
Copyright: Auto-Medienportal.Net

Das U (Utility) beschränkt sich – wie so oft – auch beim F-Type neben dem Allradantrieb nur auf die klassischen Kombi-Tugenden. Beim F-Pace reicht es dabei nur für umklappbare Rücksitzlehnen, dafür aber immerhin dreigeteilt. Die Bank lässt sich weder hochklappen noch verschieben, der Kofferraum bietet mit 650 Litern Fassungsvermögen aber ohnehin reichlich Platz. Das Ladeabteil lässt sich sogar auf über 1,80 Meter Länge strecken und bis zu 1740 Liter vergrößern. Die Heckklappe öffnet und schließt selbstverständlich elektrisch, bietet allerdings keinen Einklemmschutz. Ebenfalls schade ist, dass der Kofferraumboden über dem riesigen Unterflurfach nicht arretierbar ist. Aber immerhin passt die Gepäckraumabdeckung bei Nichtgebrauch hinein.

Autobahn statt Gelände

Trotz Extralein wie der Traktionshilfe All-Surface Progress Control für wenig griffigen Untergrund wird aber wohl auch der F-Pace wohl in den seltensten Fällen ins Gelände ausgeführt werden, zumal die Bodenfreihheit nicht zu den Topwerten zählt. Muss er auch nicht, denn er empfiehlt sich als schneller und komfortabler Reisewagen mit viel Platz fürs Gepäck. Zum Grundpreis unseres Testwagens kamen allerdings noch einmal 22 000 Euro an diversen Extras. Mit an Bord gewesen sind unter anderem die staufähige ACC, ein Head-up-Display, Verkehrszeichenerkennung, der 10-Zoll-Dualview-Touchscreen und eine hoch auflösende Rückfahrkamera mit Querverkehrserfassung sowie das Panoramaschiebedach und kühlbare Vordersitze.

Daten Jaguar F-Pace 30d AWD Länge x Breite x Höhe (m) 4,73 x 2,18 x 1,65 Radstand (m) 2.38 Motor V6, Diesel, 2993 ccm, Twin-Turbo Leistung 221 / 300 bei 4000 U/min Max. Drehmoment 700 Nm bei 1500–1750 U/min Höchstgeschwindigkeit 241 km/h Beschleunigung 0 auf 100 km/h 6,2 Sek. ECE-Durchschnittsverbrauch) 6,0 Liter Effizienzklasse B CO2-Emissionen 159 g/km (Euro 6) Leergewicht / Zuladung min. 1884 kg / max. 686 kg Kofferraumvolumen 650–1740 Liter Ladefläche Länge x Breite x Höhe (m) 1,83 x 1,26 x 0,82 Böschungswinkel 25,5 Grad (v.) / 26 Grad (h.) Bodenfreiheit 213 mm Wattiefe 525 mm Max. Anhängelast 2400 kg Wendekreis 12,3 m Bereifung 255/60 R18 Grundpreis 55 764 Euro Testwagenpreis 77 814 Euro

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Ford Focus Wagon Erlkönig

Sa, 21/10/2017 - 15:55

Auch wenn der Ford Focus Wagon immer mehr seiner Tarnung verliert, sind dennoch viele Produktionsdetails verborgen. Es scheint, als durchlaufe die vierte Generation des Kompaktwagens eine Vergrößerung, insbesondere in Bezug auf die Länge.

Der neue Ford Focus Wagon wird größer

Spy-Shots of Cars – Ford Focus Wagon Erlkönig.
Copyright: Automedia

Und obwohl die hinteren Türen weitestgehend unverändert sind, wirkt es, als seien alle Türen am Wagen insgesamt gewachsen. Mit anderen Worten, der neue Focus Wagon wird vermutlich mehr Platz auch für die hinteren Passagiere bieten und einen größeren Kofferraum.

Motivation für den nächsten Ford Focus liefert die Reihe an EcoBoost- und Turbodiesel, darunter der 1,5-Liter-Dreizylinder-Turbo, der über den neuen Fiesta ST in unsere Gefilde gelangte, wenn auch in einer abgespeckten Variante. Sicherlich wird es auch einen Hybrid geben, auch wenn aktuell keine Details bekannt sind, ist vom Milden Hybrid zum Plug-in-Hybrid so ziemlich alles möglich.

Wird es eine reine Elektro-Version geben?

Spy-Shots of Cars – Focus Wagon kommt mit neuem Infotainmentsystem.
Copyright: Automedia

Von einer reinen Elektro-Inkarnation des Ford Focus wissen wir jedoch nichts, auch nicht, ob es sie überhaupt geben wird.

Neben den Spekulationen zum Wagon wird Ford Focus auch einen Active anbieten, der, wie auch der frische Fiesta, einen Crossover imitiert, auch wenn er dann vermutlich ohne Allradantrieb bleibt.

Seitdem es den ersten Original Ford Focus 1998 gab, war er niemals Sinnbild für erstklassiges Interieur, besonders in Bezug auf Infotainment-Ausstattungen. Um hier einen Imagewandel hervorzurufen, wird der neue Focus garantiert etwas Ordentliches verpasst bekommen, dazu kredenzt man noch ein digitales Armaturenbrett und die vierte Generation des Ford Focus ist im Fiesta-ähnlichen Design fertig. Auch einem Start auf dem Markt ab 2018 steht wohl nichts mehr im Wege.

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Pkw-Kauf von privat: Rückgaberecht bei falscher Laufleistungs-Angabe

Sa, 21/10/2017 - 15:05

Dass die Tachostände vieler Pkw nicht der realen Laufleistung entsprechen, ist gemeinhin bekannt. Weniger geläufig aber ist, dass Privatverkäufer – die im Allgemeinen keine Garantien und Ähnliches abgeben müssen – den Wagen zurücknehmen müssen, wenn sie dem Käufer eine bestimmte Laufleistung zusichern und sich diese als falsch herausstellt.

So hat laut Deutschem Anwaltverein (DAV) kürzlich das Oberlandesgericht Oldenburg (Az. 1 U 65/16) entschieden. Ein Mann hatte im verhandelten Fall einen gebrauchten Mercedes für 8.000 Euro von privat erworben, wollte ihn nach kurzer Zeit aber zurückgeben und sein Geld zurückerhalten. Nachweislich war der Wagen bereits fünf Jahre vor dem Verkauf im Jahr 2015 mit angeblich 160.000 Kilometern auf der Uhr mehr als 222.000 Kilometer gelaufen. Das Landgericht Oldenburg verpflichtete im folgenden Prozess den Verkäufer zur Rücknahme des Wagens, und das Oberlandesgericht bestätigte nun diese Entscheidung. Denn der Verkäufer könne nicht glaubhaft behaupten, dass er selbst keine Kenntnis von der tatsächlichen Laufleistung gehabt habe. Zudem habe er die Laufleistung im Kaufvertrag unter der Rubrik „Zusicherungen des Verkäufers“ eigenhändig eingetragen und damit ausdrücklich eine Garantie dafür übernommen.

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Gerhard Aldebert neuer ARCD-Präsident

Sa, 21/10/2017 - 13:24

Gerhard Aldebert ist auf der Hauptversammlung zum neuen Präsidenten des Auto- und Reiseclubs Deutschland (ARCD) gewählt worden. Er folgt auf Dipl.-Ing. Wolfgang Dollinger, der sich nach 20 Jahren nicht mehr zur Wahl stellte und zum Ehren-Präsidenten ernannt wurde.

Neu im Gremium ist Prof. Dipl.-Ing. Jürgen Wrede als weiteres Präsidiumsmitglied. In ihren Ämtern bestätigt wurden Rechtsanwalt Michael Lübeck (jetzt Vize-Präsident) und Diplom-Finanzwirt Thomas Brockmann als Schatzmeister.

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Mit Suzuki leichter zum Leichtkraftrad

Sa, 21/10/2017 - 13:00

Mit der Markteinführung der GSX-R 125 und GSX-S 125 bietet Suzuki seine beiden neuen Leichtkrafträder zu Aktionspreisen und mit einer Null-Prozent-Finanzierung an. Zusätzlich können Führerscheinneulinge beim Kauf 200 Euro sparen, wenn die Fahrprüfung zum Zeitpunkt des Kaufs nicht länger als ein Jahr zurückliegt.

Die beiden Einsteigerbikes, die mit 11 kW / 15 PS das Leistungslimit in ihrer Klasse voll ausschöpfen, werden zu zeitlich befristeten Sonderpreisen von 4490 Euro (GSX-R 125) beziehungsweise 4190 Euro (GSX-S 125) angeboten. Bei der Finanzierung kann der Kunde aus Laufzeiten von 12, 24 und 36 Monaten wählen. Die Aktion läuft bis zum 31. März 2018.

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Autostadt zeigt VW T-Roc und Polo GTI vorab

Sa, 21/10/2017 - 11:30

Die VW-Erlebniswelt Autostadt in Wolfsburg präsentiert exklusiv vor der offiziellen Markteinführung im Volkswagen-Pavillon das neue Modell T-Roc und den neuen Polo GTI. Erstmalig vorgestellt wurden beide Fahrzeuge auf der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung (IAA 2017) in Frankfurt am Main.

VW Polo GTI.
Copyright: Auto-Medienportal.Net

Ebenfalls neu im Volkswagen Pavillon ist die so genannte „VR-Experience“. Durch eine Virtual-Reality-Brille können die Gäste das Showcar I.D. Crozz betrachten und virtuell Probe fahren. Auf einer simulierten Fahrt durch die spanische Stadt Barcelona erleben die Besucher autonomes Fahren, erklärt und geleitet durch das Hologramm einer jungen Dame auf dem Beifahrersitz.

Der VW-Pavillon der Autostadt ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

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Automatisierte Nutzfahrzeuge: Schneeräumen wie von Geisterhand

Sa, 21/10/2017 - 11:24

Das automatisierte Fahren hat auch die Nutzfahrzeuge erfasst. Wie das im Arbeitsalltag aussehen kann, hat Daimler jetzt demonstriert. Dafür schicken die Stuttgarter eine Arocs-Flotte auf das Gelände des ehemaligen Fliegerhorsts Pferdsfeld. Der Auftrag: Daimler zeigt bei diesem einzigartigen Test, wie ein automatisierter Schneeräumeinsatz auf Flughäfen praktisch umgesetzt werden kann.

Automatisierte Nutzfahrzeuge können spontan auf Witterungsbedingungen reagieren

Schneeschaufeln per Hand könnte bald Schnee von gestern werden.
Copyright: CosmosDirekt

Bei der Demonstration sind insgesamt vier Fahrzeuge im Einsatz. Basis sind serienmäßige, allradangetriebene Sattelzugmaschinen vom Typ Mercedes-Benz Arocs 2045 AS. Ihre Motoren leisten 315 kW/428 PS und 2.100 Newtonmeter maximales Drehmoment. Mit einem dreiteiligen, vollhydraulisch bedienbaren Acht-Meter-Schneepflug an der Fahrzeugfront sollen im Ernstfall die Hauptschneemasse bei zügiger Fahrt zur Seite geschoben werden. Die Feinarbeit der Fahrbahnreinigung übernehmen anschließend ein Kehrbesen und ein Gebläse. Es wird als Sattelauflieger mitgeführt und dort von einem Sechszylindermotor im Heck des Trailer angetrieben, unabhängig vom Zugfahrzeug, erläutern die Daimler-Experten.

Das gesamte Sattelkraftfahrzeug ist 23 Meter lang und wiegt einsatzbereit 25 Tonnen. Was aber ist der Vorteil der automatisierten Räumflotte im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen, wie sie bislang im Einsatz sind? Flugfeld-Reinigungen speziell im Winter sind nur schwer vorhersagbar und damit schwer planbar. Die automatisierten Schneeräumeinheiten erfordern laut Daimler keine zusätzliche Fahrzeug- und Personaleinplanung. Und das sei vor allem bei blitzartigem Einsetzen extremer Witterung in den Wintermonaten entscheidend.

Daimler ist jedenfalls fest vom Erfolg des Projekts überzeugt. „Wir reden nicht nur über neue Technologien, wir bringen sie auch auf die Straße. Wir entwickeln unsere modernsten Assistenz-Systeme Schritt für Schritt weiter – hin zum automatisierten Fahren“, erklärt Martin Daum, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Daimler Trucks. Na dann: Der nächste Winter kommt bestimmt.

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Der Ford Edge im Test: Ein echter Ami für Europa

Sa, 21/10/2017 - 09:35

Wer den Ford Edge zum ersten Mal sieht, wird überrascht sein, dass ein europäisches Kennzeichen an ihm pappt. Denn selten zuvor machte ein Automobil außerhalb des Muscle-Car-Segments so deutlich auf seine nordamerikanischen Wurzeln aufmerksam, wie es aktuell der 4,81 Meter lange Edge macht. In seiner zweiten Generation ist er nun auch für Europa gewappnet, meint zumindest Ford. Nach der 14-tägigen Testphase lässt sich sagen: Ja, das stimmt. Wenn auch mit leichten Abzügen in der B-Note. Doch von vorn.

Der Ford Edge wirkt fast aggressiv und verweist damit auf seine Wurzeln in den USA

mid Groß-Gerau – Die Sport-Version des Edge kostet rund 50.000 Euro.
Copyright: Ford

Der auf den ersten Blick als Ami identifizierbare Fünftürer wirkt massig, leicht aggressiv und stark. Letzteres stimmt nur bedingt, da bei dem über einen intelligenten Allradantrieb verfügenden SUV in der kleineren von beiden Motorisierungen 180 Turbodiesel-PS mit 1,9 Tonnen Lebendgewicht zu kämpfen haben. Die Sprintzeit bis Tempo 100 in rund zehn Sekunden ist daher nicht wirklich verwunderlich. Verwunderlich hingegen ist die sehr geringe Geräuschkulisse. Die in der ab 49.050 Euro teuren Sport-Version serienmäßigen aktiven Geräuschkompensation (Active Noise Control) reduziert merklich sowohl Motor- und Fahr- als auch Windgeräusche.

Im neuen Ford Edge geht es, wenn die bis zu vier Mitfahrer mitspielen, äußerst ruhig zur Sache.Dies gilt auch bei höheren Geschwindigkeiten, zu denen der im kanadischen Ford-Werk in Oakville produzierte Edge ebenfalls in der Lage ist. Na gut, auf deutschen Autobahnen werden Fahrzeuge jedweder Größe, die lediglich Tempo 200 schaffen, selbst von Fahrzeugen aus der Kompaktklasse per Lichthupe auf ihre Plätze verwiesen. Doch wirkt der Weg dorthin weder zäh noch aufdringlich laut. Ein wenig Anlauf ist zwar vonnöten, das macht aber gar nichts. Denn ansonsten wäre der innerhalb von fast 24 Stunden auf defensiv gefahrenen 1.691,4 Kilometern erzielte Verbrauch in Höhe von 8,3 Litern noch weiter von den normierten 5,8 Litern auf 100 Kilometern entfernt. Dank des 64 Liter fassenden Treibstofftanks sind Strecken von mehr als 700 Kilometern aber immer noch möglich.

Komfortabler Innenraum und sicherer Fahrassistent

mid Groß-Gerau – Das Cockpit des neuen Ford Edge.
Copyright: Marcel Sommer / mid

Auffällig, neben den bis zu 1.847 Liter Gepäckraumvolumen bei umgeklappter Rückbank und dem mehr als ausreichenden Platzangebot auf jedem der fünf Sitzplätze, ist seine Fähigkeit, selbständig Ein- und auch wieder Auszuparken. Wobei er bei letzterem halb-automatisiertem Vorgang gern mal, mit dem Hinweis, dass die Rangiermöglichkeiten zu gering sind, die Arbeit verweigert. Und das, obwohl er erst wenige Sekunden zuvor genau dort wie von Geisterhand und bemerkenswert schnell und nah am Bordstein von selbst einparkte – auch bei schlechten Sichtverhältnissen. Halbautomatisiert im Übrigen aus dem Grund, da der Ford Edge, so kurios es auch klingen mag, in der kleineren Motorisierung ausschließlich mit einem sehr gut zu bedienenden manuellen Sechsgang-Schaltgetriebe geordert werden kann. Die Gangwechsel zwischen dem ersten und dem Rückwärtsgang müssen also selbst vorgenommen werden. Böse Zungen sprechen ja in diesem Zusammenhang von der effektivsten Diebstahlsicherung in den Automatikgetriebe-verwöhnten USA.

Maßgeblich am reibungslosen Ablauf des Einparkvorgangs beteiligt ist die neue adaptive Lenkung, die Lenkverhalten und Manövrierbarkeit des Fahrzeugs über den gesamten Geschwindigkeitsbereich verbessert. Sie verändert dabei das Verhältnis zwischen den Umdrehungen des Lenkrads und dem Einschlagen der Vorderräder. Zu der guten und Ford-typisch präzisen Lenkung gesellt sich in der Sport-Ausstattung eine für Autobahnfahrten und flotten Landstraßen-Manöver passend abgestimmte, für die Stadt eher etwas zu straff ausgelegte Federung. Und auch in puncto Fahrassistenten hat sich Ford beim Edge nicht lumpen lassen. So sorgen der Spurhalte-Assistent, der Pre-Collision und auch eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage für eine stets gute und vor allem sicher assistierte Fahrt.

Technische Daten: Ford Edge 2,0 l TDCI 4×4 Sport, Fünftüriges SUV Länge/Breite/Höhe/Radstand in Meter 4,81/2,18/1,71/2,85 Leergewicht 1.912 kg Anhängelast 2.000 kg Kraftstofftank 64 l Kofferraumvolumen 800 – 1.847 l Wendekreis 11,9 m Antrieb Reihen-Vierzylinder-Turbodiesel Hubraum 1.997 ccm Leistung 132 kW/180 PS bei 3.500 U/min max. Drehmoment 400 Nm bei 2.000 U/min Beschleunigung 0 bis 100 km/h 9,9 s Höchstgeschwindigkeit 200 km/h Normverbrauch 5,8 l auf 100 km CO2-Ausstoß 149 g/km manuelles Sechsgang-Schaltgetriebe, Allradantrieb, Euro 6, Effizienzklasse B Preis ab 49.050 Euro

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Volvo: Haustuner Polestar 1 wird Elektro-Marke und präsentiert 600-PS-Hybrid

Sa, 21/10/2017 - 08:25

Wenn man ein Ziel Konsequent verfolgen möchte, ist ein Masterplan hilfreich. Einen solchen – samt neuem Werk und Vertriebskonzept – hat Volvo in Bezug auf die E-Mobilität jetzt in Schanghai vorgestellt. Haustuner Polestar wird zur „elektrifizierten Hochleistungs-Marke“, in die der schwedische Hersteller und der Mutterkonzern Geely Holding zum Start rund 640 Millionen Euro investieren. Das Kapital fließt zum Großteil in eine neue Fertigungsstätte im chinesischen Chengdu und die Entwicklung neuer E-Modelle.

500 Exemplare pro Jahr werden vom Polestar 1 angeboten

mid Groß-Gerau – Nach oben offen: Das gilt sowohl für das Dach des Polestar 1 als auch für die Erwartungen Volvos an seine Elektrosparte.
Copyright: Volvo

Zum Start präsentiert Polestar auch gleich das erste Modell – eines, das es in sich hat. Der Polestar 1 ist ein zweitüriges Grand Tourer Coupé mit vier Sitzplätzen und einem vollelektrischen Antriebsstrang, der in dem Plug-in-Hybriden für 600 PS Systemleistung und 1.000 Newtonmeter Drehmoment gut ist. Bemerkenswert ist die angepeilte rein elektrische Reichweite von 150 Kilometern – das dreifache der üblichen E-Reichweite in diesem Segment. Der Polestar 1 ist ab sofort bestellbar, obwohl die auf maximal 500 Exemplare im Jahr ausgelegte Serienproduktion erst Mitte 2019 startet. Da setzen die Schweden wohl auf die Vorfreude der Fans. „Der Polestar 1 ist das erste Fahrzeug, das den Polarstern auf der Motorhaube trägt. Ein formschöner GT, der mit faszinierender Technik ausgestattet ist – ein großartiger Start für die neue Marke Polestar. Alle künftigen Polestar Modelle verfügen über einen vollelektrischen Antriebsstrang, der unsere Vision als neue und eigenständige elektrifizierte Performance-Marke unterstreicht“, erklärt Thomas Ingenlath, Chief Executive Officer (CEO) von Polestar.

Natürlich nutzt Polestar zahlreiche Komponenten der schwedischen Mutter – so etwa die skalierbare Produkt-Architektur (SPA) -, allerdings wurden auch rund 50 Prozent der Teile von Polestar Ingenieuren maßgeschneidert. Die 4,50 Meter lange und besonders leichte Carbon-Karosserie des Polestar 1 reduziert das Gewicht im Vergleich zum konventionellen Aufbau um 230 Kilogramm, erhöht die Torsionssteifigkeit um 45 Prozent und senkt den Fahrzeugschwerpunkt. Das Hybridsystem besteht aus zwei über ein Planetengetriebe verbundene Elektromotoren mit zusammen 160 kW/218 PS an der Hinterachse, die eine gezielte Drehmomentverteilung ermöglichen und die Beschleunigung jedes Rads individuell anpassen können. Das soll für besten Grip und schnelle Kurvenfahrten sorgen. Zusätzlich hat der Polestar 1 einen 2,0 Liter großen Vierzylinder-Benziner der Volvo Drive-E Motorenfamilie unter der Haube, der die Vorderräder antreibt. „Der Polestar 1 ist ein elektrischer Performance-Hybrid. Mit der größten rein elektrischen Reichweite aller weltweit verfügbaren Plug-in-Hybridfahrzeuge betrachten wir ihn aber mehr als Elektroauto, das von einem Verbrennungsmotor unterstützt wird“, sagt Thomas Ingenlath.

Eine Besonderheit ist auch das Fahrwerk. Laut Volvo kommt hier weltweit erstmalig ein aktiv gesteuertes Dämpfersystem von Öhlins (Continuously Controlled Electronic Suspension – CESi) zum Einsatz. Dabei verfügt jeder Stoßdämpfer über ein elektronisches Ventil, das permanent die Befehle des Fahrers und die Fahrbahnoberfläche überwacht und die Fahreigenschaften innerhalb von zwei Millisekunden anpasst. Der Fahrer kann die Fahrwerkseinstellungen verändern, um Dämpfung und Fahrkomfort an seine Bedürfnisse anzupassen.Klotzen statt kleckern lautete offenbar auch das Motto bei der Bremsanlage. 6-Kolben-Bremssättel und 400-Millimeter-Scheiben des Herstellers Akebono sollen die maximale Verzögerung garantieren. Die Gewichtsverteilung von 48:52 zwischen vorn und hinten sorge für ein erstklassiges Handling. „Für Polestar geht Performance über reine Geradeaus-Geschwindigkeit hinaus. Es geht natürlich um Beschleunigung, aber auch um Kurvenverhalten, Verzögerung, Federungs- und Fahrwerkskontrolle sowie Lenkgefühl. Dies ist, was Polestar unter progessiver Performance versteht“, erläutert Ingenlath.

Den Polestar soll es nicht zu kaufen, sondern nur auf Raten geben

mid Groß-Gerau – Starker Auftritt: Der Polestar 1 sieht nicht nur sportlich aus, er soll sich dank 600 PS Systemleistung des Hybridantriebs und einem ausgeklügelten Öhlins-Fahrwerk auch ebenso fahren.
Copyright: Volvo

Der Polestar 1 wird ab 2019 nicht lange Einzelkämpfer bleiben, denn zwei weitere Modelle sind bereits in der Pipeline, wenn auch noch nicht final umgesetzt. Der Polestar 2 wird das erste batterieelektrische Fahrzeug (BEV) der Volvo Car Group sein. Nach eigenen Angaben sieht der Autobauer in dem Mittelklasse-Modell einen direkten Wettbewerber des Tesla Model 3. Der Produktionsstart ist für Ende 2019 vorgesehen – mit einer höheren Auflage als beim Polestar 1. Noch etwas länger auf sich warten lässt der Polestar 3, ein „SUV-ähnliches Elektroauto, das die moderne Kombination elektrischer Performance und Fahrdynamik widerspiegelt“ und das sich preislich sowie beim Produktionsvolumen zwischen den ersten beiden Polestar Modellen ansiedelt. Insgesamt sollen fünf Elektrofahrzeuge der Marken Volvo und Polestar, die zwischen 2019 und 2021 eingeführt werden.

Apropos Preis: Den gibt es natürlich noch nicht, wohl aber die Ansage, dass die Polestar-Fahrzeuge gar nicht verkauft werden sollen. Wie bitte? Ganz recht, auch beim Vertrieb geht Volvo neue Wege. Alle Fahrzeuge werden ausschließlich im zwei- oder dreijährigen Abonnement ohne Anzahlung mit einer festen monatlichen Rate angeboten und zu 100 Prozent online bestellt. Um den Kundenkontakt zu pflegen, will das Unternehmen ein weltweites Netzwerk sogenannter „Polestar Spaces“ eröffnen. In diesen Schauräumen kommen künftige Polestar Kunden mit den Fahrzeugen und der Marke in Verbindung. Das erste „Polestar Space“ soll im ersten Quartal 2019 eröffnen. Bei Vertragsende gibt der Kunde sein Fahrzeug zurück oder Polestar tauscht es gegen ein neues Modell. Den gebrauchten Wagen bereitet Polestar auf und gibt ihn an einen zweiten Abonnenten weiter. In der Pauschale inbegriffen sind Abhol- und Bringdienste sowie die Möglichkeit, alternative Fahrzeuge von Volvo und Polestar zu mieten.

Zusätzlich bietet Polestar auch sogenannte „On-Demand“-Dienste an, die sich online und über die Polestar-App bestellen lassen. Die Kosten werden jeweils auf die folgende Monatsrate draufgerechnet. Benötigt der Kunde etwa eine Dachbox für den Skiurlaub, vereinbart er einen Termin, Polestar liefert und befestigt das Zubehör gegen eine Gebühr. Für die Bedürfnisse besonders anspruchsvoller Kunden gibt es erweiterte Concierge-Services. Sie umfassen zum Beispiel die Nutzung größerer Volvo Modelle im In- und Ausland.Möglich werden sollen solche Dienste durch die sogenannte „Smartphone-als-Schlüssel“-Technik. Mithilfe einer App für Apple- oder Android-Geräte erhält der Fahrer auch dann Zugang zum Auto, wenn er den Fahrzeugschlüssel nicht dabei hat. Der digitale Schlüssel lässt sich laut Volvo über die App an Dritte, die das Auto zur Ladestation oder in die Werkstatt bringen, übertragen. Volvo hat sich also eine Menge vorgenommen auf dem eingeschlagenen Weg der Elektrifizierung. Wie erfolgreich dieser Masterplan sein wird, steht natürlich noch in den Sternen. Jedenfalls kann Volvo niemand vorwerfen, diesen wichtigen und nötigen Schritt in der Unternehmensgeschichte nicht zu Ende gedacht zu haben. Jetzt müssen nur noch die Auto-Nutzer mitspielen.

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Finale Grande für den Mercedes G-Klasse

Fr, 20/10/2017 - 12:44

Eine automobile Legende geht in den Ruhestand: Die Mercedes-Benz G-Klasse – der seit 1979 gebaute, kantige Dauerbrenner unter den „echten“ Geländewagen – tritt ab. Wie es sich gehört, verabschieden die Schwaben ihn mit einem ganz besonderen und sehr exklusiven Sondermodell: dem auf nur 65 Exemplare limitierten Mercedes-AMG G 65 Final Edition mit 463 kW/630 PS starkem Zwölfzylinder zum Preis ab 310.233 Euro – laut Daimler der stärkste Serien-Offroader der Welt.

Gebaut um die Straße zu verlassen

mid Groß-Gerau – Die rollende Schrankwand treibt ein 630 PS und 1.000 Nm starker 6,0-Liter-Zwölfzylinder voran.
Copyright: Daimler

1.000 Newtonmeter Drehmoment leitet der doppelt aufgeladene 6,0-Liter-Benziner maximal an die Kurbelwelle und beschleunigt den mehr als 2,5 Tonnen schweren Koloss in 5,3 Sekunden auf Tempo 100 und weiter bis auf 230 km/h. Ein Siebengang-Automatikgetriebe leitet die Kraft an alle vier Räder weiter. Unter Berücksichtigung dieser enormen Kräfte kann man der rollenden Schrankwand den hohen Verbrauch – bereits laut Norm fließen auf 100 Kilometern ganze 17 Liter durch die Brennräume – eigentlich nicht vorwerfen. Aber wirklich zeitgemäß ist der G eben auch nicht mehr – obwohl er auch heute noch Maßstäbe in Sachen Geländegängigkeit setzt.

Daten, die Offroad-Fans geradezu in Verzückung versetzen sind etwa die Steigfähigkeit bis zu 80 Prozent bei entsprechendem Untergrund, die maximale Wattiefe von 60 Zentimetern bei Wasser- und Schlammpassagen, die Böschungswinkel von 27 Grad vorne und hinten, der Rampenwinkel von 22 Prozent und die Möglichkeit, Schräglagen bis 28 Grad zu meistern.

Bronze und Silber für einen Sieger?

mid Groß-Gerau – Das Interieur des finalen G wirkt besonders edel.
Copyright: Daimler

Optisch weisen bei der G 65 Final Edition 21 Zoll große, bronzefarbene Leichtmetallräder im 5-Doppelspeichen-Design, silberne Bremssättel und der seitliche AMG-Sport-Zierstreifen auf seine Sonderstellung hin. Auch der Unterfahrschutz, die Umrandung des Kühlergrills und Zierteile im Stoßfänger sind in Bronze matt gehalten, die Reserveradabdeckung, Trittbretter und Endrohre in Obsidianschwarz. Im Innenraum dominieren Nappa-Leder und Carbon-Optik, weitere exklusive Details sind Multikontursitze mit Sitzklimatisierung für Fahrer und Beifahrer, der gefräste Edition-Schriftzug im Haltegriff sowie Fußmatten mit Ledereinfassung. Ein Ausstand nach Maß also.

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Mazda MX-5 RF: Antidepressivum auf Rädern

Fr, 20/10/2017 - 11:10

Geringes Gewicht plus Hinterradantrieb und Saugmotor: Dieses Rezept hat den Mazda MX-5 im zurückliegenden Vierteljahrhundert zum meistverkauften Sportwagen der Welt gemacht. Nur zu verständlich, denn der Zweisitzer bietet seit jeher großen Fahrspaß ohne viel Leistung und damit auch ohne übermäßigen Verbrauch. Von Verzicht kann also trotz der „nur“ 160 PS in der getesteten RF-Variante mit Klappdach – das in 13 Sekunden auf Knopfdruck öffnet und schließt – keine Rede sein.

Fast Perfekt

mid Groß-Gerau – Mager: Das Kofferraumvolumen des MX-5 RF beträgt nur 127 Liter.
Copyright: Mazda

Ganz im Gegenteil, der sympathische Japaner macht für puristisch veranlagte Autonarren sogar die morgendliche Fahrt zur Arbeit zur Lustpartie – es sei denn zu viel Verkehr macht dem Fahrer einen Strich durch die Rechnung. Bei freier Fahrt auf der Landstraße aber ist der aktuelle MX-5 der aktuell vierten Generation wie schon seine Vorgänger ein wahres Antidepressivum auf Rädern. Ist der MX-5 RF also das perfekte Auto? Natürlich nicht. Auch er hat seine „Schwächen“ – so etwa das doch sehr begrenzte Platzangebot im Innen- und Kofferraum (127 Liter) oder die starken Windgeräusche bei mehr als Tempo 100.

Und auch die Materialanmutung im Innenraum ist bei zahlreichen Wettbewerbern um eine bis zwei Klassen besser. Aber Freunde dieses Fahrzeugkonzepts kann das nicht stören. „Wenn du Platz brauchst, kauf dir nen Kombi“ oder „das Material am Lenkrad und Schalthebel und auch die Sitze sind tipptopp“ könnten die mit Fug und Recht entgegnen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass etwas stämmiger gebaute Zeitgenossen besser die Standard-Sitze als die im Sportpaket erhältlichen Recaros wählen. Die geben zwar im Prinzip keinen Anlass zur Kritik, bieten viel Seitenhallt, sind aber doch sehr eng geschnitten.

Alles ist an seinem Platz

mid Groß-Gerau – Im Innenraum geht es eng zu und die Materialien könnten etwas hochwertiger sein. Die Ergonomie aber ist top.
Copyright: Mazda

Das Interieur wirkt schick und modern, etwas weniger Hartplastik würde ihm aber guttun. Die Ergonomie ist dagegen sehr gut, der freistehende zentrale Touchdisplay relativ hoch angebracht, alle Schalter sind gut erreichbar, die Instrumente gut ablesbar. Der Drehzahlmesser ist mittig platziert, der Tacho rechts, ein Display mit allen Infos links davon – gut so.

Die Kernkompetenzen eines sportlichen und auf Fahrspaß ausgelegten Autos beherrscht der MX-5 – vor allem subjektiv – ganz hervorragend. Warum subjektiv? Weil sich die Fahrt generell rasanter anfühlt, als sie tatsächlich ist. Objektiv ist der 0-100-km/h-Sprintwert von 7,5 Sekunden für einen Sportler nicht sonderlich beeindruckend. Aber die Beschleunigung – und die Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h sowieso – reißt dennoch vom sprichwörtlichen Hocker, nicht zuletzt, weil der Wagen den Fahrer so gut in das Geschehen miteinbezieht.

Getriebe ist unübertroffen

mid Groß-Gerau – Landstraßen sind das ideale Revier für den MX-5. Hauptgründe sind das ausgewogene Fahrwerk, die direkte Lenkung und eines der besten manuellen Sechsgang-Getriebe auf dem Markt.
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Einer der Hauptgründe dafür ist das manuelle Sechsgang-Getriebe – eine Automatik ist erhältlich, aber in diesem Auto fast eine Sünde. Denn zum einen passt die Handschaltung schlicht deutlich besser zum aktiven Fahrerlebnis, auf das der MX-5 ausgelegt ist. Zum anderen gibt es – wenn überhaupt – nur wenige Hersteller, die hinsichtlich Präzision und kurze Schaltwege auch nur in die Nähe der Mazda-Lösung kommen. Hier passt einfach alles, die sehr kurz ausgelegten Gänge flutschen in Windeseile fast wie von alleine hinein, und so mancher Fahrer ertappt sich dabei, diese ohne wirklichen Anlass zu wechseln – nur aus Freude daran, wie gut es funktioniert.

Prinzipiell kommt der 2,0-Liter-Saugbenziner mit bescheidenen 118 kW/160 PS und 200 Newtonmeter maximalem Drehmoment nämlich auch wunderbar mit wenig Drehzahl zurecht. Ohne Rucken und Murren lässt sich der MX-5 im Stadtverkehr im fünften oder gar sechsten Gang bewegen, im zweiten einmal kurz beschleunigen, dann zwei oder drei Gänge überspringen und dann gemütlich cruisen – auch das ist kein Problem und spart Sprit. Aber überhaupt ist der Mazda-Roadster der Sportler mit dem grünen Herzen.

Sehr drehzahlfreudig und sparsam

mid Groß-Gerau – Der 2,0-Liter-Saugbenziner im RF leistet „nur“ 160 PS und 200 Nm maximales Drehmoment. Das reicht aber völlig, um den leichten Japaner ordendlich in Schwung zu bringen.
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Dem Autogott sei Dank, dass die Japaner bei dem Spaßgerät auf das immer mehr um sich greifende Downsizing verzichtet haben und den Motor nicht aufladen, sondern frei atmen lassen. Und das gilt in zweierlei Hinsicht: Zum einen ist das Ansprechverhalten deutlich besser als bei jedem Turbomotor, zum anderen senkt (!) das in der Praxis den Verbrauch deutlich, wenn der Fahrer hin und wieder auch mal etwas mehr Gas gibt.

Im Test schaffen wir es trotz so mancher Drehzahl-Orgie nicht, den Bordcomputer zur Anzeige von deutlich mehr als sieben Liter Verbrauch im Schnitt zu bewegen, der Normwert beträgt 6,6 Liter und ist im Alltag sogar problemlos realisierbar. Zum Vergleich: So mancher 1,0-Liter-Dreizylinder mit 100 oder weniger Pferdestärken genehmigt sich bei forcierter Gangart auch mal einen bis zwei Liter mehr – ohne einen Funken Dynamik zu versprühen wohlgemerkt.

Lenkung: präziser geht es nicht

Ebenfalls sehr gut gefallen beim MX-5 die direkte und präzise Lenkung und das zwar straffe, aber dennoch ausreichend komfortable Fahrwerk. Bei Kurvenfahrten muss man es schon sehr übertreiben, um das Heck ausbrechen zu lassen, aber selbst wenn das geschieht, bleibt der Wagen beherrschbar und jeder halbwegs sportlich orientierte Fahrer dürfte das Gegenlenken und wieder in die Spur bringen hinbekommen. Legt man es drauf an, lässt sich der MX-5 herrlich leicht quer fahren, wer sich an das Driften heranwagen möchte sitzt hier im richtigen Auto.

Reichlich Komfort bereits in der Basis-Version

mid Groß-Gerau – Die Besonderheit des RF ist das feste Klappdach, das den Roadster uneingeschränkt ganzjahrestauglich macht.
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Neben den sportlichen Qualitäten spielen im Alltag aber auch Komfort und Sicherheit eine wichtige Rolle. Hier punktet der MX-5 RF in der Basis Exclusive Line ab 29.890 Euro bereits mit Annehmlichkeiten wie Sitzheizung, Klimaautomatik und Lederausstattung sowie Licht- und Regensensor und Spurhalte-Assistent. Bei der empfehlenswerten Sports Line ab 32.090 Euro kommen unter anderem LED-Scheinwerfer, Navigationssystem, eine Bose Audioanlage mit neun Lautsprechern eine Ein- und Ausparkhilfe und ein schlüsselloses Zugangssystem dazu.

Hier wird auf den ersten Blick klar: Das lohnt sich. Auf der sehr kurzen Aufpreisliste stehen dann nur noch das Sportpaket mit den erwähnten Recaro-Sitzen, Domstrebe und Sportfahrwerk (1.800 Euro), verschiedene Lackierungen (520-750 Euro) und Nappa-Leder-Sitzbezüge (400 Euro) – das wars.

Fazit

Der Mazda MX-5 ist ein Auto für jeden Tag und dank Klappdach als RF auch uneingeschränkt für jede Jahreszeit. Der Spaß liegt fast auf Porsche-, der Verbrauch hingegen auf Kleinwagen-Niveau, das muss man erst mal hinbekommen. Kleinere Schwächen verzeiht man ihm gerne. Und daher wird die aktuelle Generation den Erfolg der Vorgänger mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit fortsetzen – völlig zu Recht.

Technische Daten Mazda MX-5 RF i-Eloop Zweitüriger Roadster mit zwei Sitzplätzen Länge/Breite/Höhe/Radstand in Meter 3,92/1,74/1,24/2,31, Leergewicht (ohne Fahrer) 1.055 kg Zuladung 250 kg Kofferraumvolumen 127 l Wendekreis 10 m, Tankinhalt Antrieb Vierzylinder-Saugbenziner Hubraum 1.998 ccm Leistung 118 kW/160 PS bei 6.000 U/min max. Drehmoment 200 Nm bei 4.600 U/min Beschleunigung 0 bis 100 km/h 7,5 s Höchstgeschwindigkeit 215 km/h Normverbrauch 6,6 l/100 km CO2-Ausstoß 154 g/km Testverbrauch 7,0 Liter/100 km Übertragung Sechsgang-Handschaltung, Antrieb Hinterradantrieb Preis ab 29.890 Euro.

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EICMA 2017: Ducati Monster 821 rückt näher an die Urahnin

Do, 19/10/2017 - 15:17

Ducati wird auf der EICMA (7.–12.11.2017) in Mailand den neuen Modelljahrgang der Monster 821 präsentieren. Mit komplett überarbeiteter, schlankerer Tank- und Heckpartie, einer neuen Auspuffanlage und neuem Scheinwerfer soll sie stärker als bisher den Geist der Ur-Monster M 900 verkörpern, die vor 25 Jahren vorgestellt wurde.

Eine Rückkehr feiert auch das Ducati Gelb. Die Leistung bleibt mit 80 kW / 109 PS unangetastet, das TFT-Display mit Gang- und Tankanzeige hingegen ist ebenfalls neu. Im Zubehörprogramm findet sich unter anderem ein Quickshifter.

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Tokio 2017: Toyota präsentiert Konzeptfahrzeug Fine-Comfort Ride

Do, 19/10/2017 - 15:12

Toyota präsentiert auf der diesjährigen Tokyo Motor Show (25.10. bis 5.11.2017) die Brennstoffzellen-Studie Fine-Comfort Ride. Sie soll eine neue Generation von Luxuslimousinen verkörpern. Die Reichweite des Fahrzeugs liegt bei annähernd 1000 Kilometern (Japanischer JC08 Testzyklus).

Die rautenförmige Fahrgastzelle wird zum Heck hin schmaler, während die Karosserie von der Front bis zur Mitte des Fahrzeugs gleichmäßig breit ist. So wird einerseits den Passagieren in der zweiten Sitzreihe maximaler Raum gewährt und gleichzeitig die Aerodynamik optimiert. Gleichzeitig präsentiert Toyota mit dem Fahrzeug das Konzept „Wearing Comfort“ (Deutsch: „Umhüllt von Komfort“) und blickt damit in eine Mobilität der Zukunft, die zusätzliche Vorzüge liefert, die weit über das normales Fahrerlebnis hinausgehen.

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Diesel teurer, Benzin billiger

Do, 19/10/2017 - 15:07

Die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen haben sich im Vergleich zur Vorwoche nur unwesentlich verändert. Laut ADAC-Untersuchung ist der Preis für einen Liter Super E10 binnen Wochenfrist auf 1,329 Euro (-0,2 Cent) gesunken.

Der Dieselpreis hingegen stieg um 0,2 Cent auf 1,169 Euro. Der Preisunterschied zwischen Super E10 und Diesel liegt derzeit bei 16 Cent.

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Schadenfreiheitsrabatt des Dienstwagens retten

Do, 19/10/2017 - 14:57

Wer jahrelang unfallfrei einen Dienstwagen fährt, sammelt die dafür anfallenden Schadenfreiheitsrabatte oft für seinen Arbeitgeber. Soll dann irgendwann wieder ein eigenes Auto versichert werden, müssen Autofahrer zu teuren Konditionen von vorne anfangen. Doch das muss nicht sein. Der gemeinnützige Verbraucher-Ratgeber Finanztip zeigt, wie sich Schadenfreiheitsrabatte von Dienstwagen retten lassen.

Durch Schadenfreiheitsrabatt kann man bis zu 50 Prozent günstiger kommen

Wie kann man den Schadenfreiheitsrabatt beim Dienstwagen mitnehmen?
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Rund 4,8 Millionen Firmenwagen fahren laut Kraftfahrt-Bundesamt aktuell auf Deutschlands Straßen. Doch die Nutzung eines Dienstwagens kann für den privaten Schadenfreiheitsrabatt ein Desaster sein. Denn dieser verfällt gewöhnlich nach einigen Jahren. „Wer seine Kfz-Versicherung kündigt, etwa weil er einen Dienstwagen von seinem Arbeitgeber bekommt, sollte sich seine Schadenfreiheitsklasse unbedingt von der Versicherung bestätigen lassen“, rät Annika Krempel, Expertin für Versicherungen bei Finanztip. „Wird nach Jahren erneut ein Auto angemeldet, startet man dann meist in der früheren günstigeren Klasse.“

Noch mehr sparen kann, wer den Schadenfreiheitsrabatt seines Dienstwagens mitnimmt. Das muss allerdings vorab mit dem Arbeitgeber und der Versicherung vereinbart werden. „Idealerweise sollte der Arbeitnehmer die Mitnahme mit dem Chef vertraglich festhalten, damit es keinen Streit gibt, etwa bei einer Kündigung“, sagt Krempel. Eine solche Regelung ist auch möglich, wenn der Arbeitgeber mit der Versicherung einen Rahmenvertrag für die gesamte Flotte vereinbart hat. Allerdings müsste der Versicherer dann für jeden Fahrer individuelle Daten pflegen. Ebenfalls möglich ist, seinen privaten Schadenfreiheitsrabatt für den künftigen Dienstwagen zu nutzen und später wieder mitzunehmen. „Auch das müssen Arbeitnehmer vorab mit ihrem Chef vereinbaren“, so Krempel.

Doch auch wenn keine Vereinbarung getroffen wurde, ist der Schadenfreiheitsrabatt des Dienstwagens nicht notwendigerweise verloren. „Einige Versicherer sind kulant, wenn es um die Jahre mit einem Dienstwagen geht“, sagt Krempel. Allerdings müssen die Jahre der Unfallfreiheit oft nachgewiesen werden. „Manche Versicherer verlangen Belege, aus denen hervorgeht, dass der Dienstwagen eine gewisse Anzahl an Tagen im Jahr gefahren ist“, erklärt Krempel. Für Verbraucher kann es sich aber lohnen, bei der neuen Versicherung nachzufragen: „Wer vier Jahre unfallfreies Fahren nachweisen kann, zahlt durch die entsprechende Schadenfreiheitsklasse etwa 50 Prozent weniger als ein Fahranfänger“, so Krempel.

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Magna baut Elektromotor in China

Do, 19/10/2017 - 14:39

Magna wird für einen deutschen Hersteller in China einen Elektromotor bauen. Das Unternehmen unterzeichnete eine Vereinbarung für ein entsprechendes Joint Venture mit Huayu Automotive Systems. Der chinesische Partner gehört zum Autokonzern SAIC, mit dem Volkswagen ein Gemeinschaftsunternehmen unterhält.

Magna hat bereits an der Entwicklung des Ford Focus EV mitgewirkt und liefert seinen elektrischen Hinterachsantrieb „eRad“ (electrified rear axle drive system) an Volvo für dessen Plug-in-Hybride.

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MAN verlängert Vertrag von Holger Mandel vorzeitig

Do, 19/10/2017 - 14:31

Holger Mandel bleibt bis 2021 Vorsitzender der Geschäftsführung der MAN Truck & Bus Deutschland GmbH. Der Aufsichtsrat stimmte einer vorzeitigen Vertragsverlängerung um weitere drei Jahre bis Ende April 2021 zu. Ebenso wurde die Bestellung von Christopher Kunstmann zum Mitglied der Geschäftsführung für den Bereich Finanzen bis Mitte 2020 verlängert.

Neu bestellte der Aufsichtsrat ab 1. November 2017 Marc Appelt zum Mitglied der Geschäftsführung und Arbeitsdirektor der Gesellschaft. Er folgt Michael Groß, der die neu geschaffene Stelle „Personal Zentralfunktionen & Standort München“ übernimmt.

Holger Mandel übernahm im Mai 2015 die Verantwortung für MAN Truck & Bus. Davor war er innerhalb des VW-Konzerns bei der Volkswagen Financial Services AG für den Aufbau und die Führung der globalen Lkw- und Bus-Dienstleistungsaktivitäten verantwortlich.

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Allen Skandalen zum Trotz: Das Auto bleibt beliebt

Do, 19/10/2017 - 14:23

Die Automobilindustrie erlebt unruhige Zeiten. Auf der einen Seite entwickeln sich aufgrund von Digitalisierung, strikteren Umweltverordnungen und dem Sharing-Gedanken völlig neue Mobilitätsansätze. Auf der anderen Seite setzen Skandale wie Dieselgate die Branche gehörig unter Druck. Dennoch ist und bleibt das Auto be- und geliebt. Nach den Ergebnissen des Automobilbarometers 2017 von Consors Finanz beurteilen neun von zehn befragten Autofahrern das Auto an sich weiterhin als positiv. Für sie ist es ein Symbol für Freiheit, Ungebundenheit, Vergnügen und Spaß, das sie nicht missen wollen.

Autobranche bleibt Wachstumsmarkt

Der deutsche Automarkt legt jährlich an Neuzulassungen zu.
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Die Autobranche ist nach wie vor ein Wachstumsmarkt. 2016 sind mit weltweit 91 Millionen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen sogar mehr Autos neu zugelassen worden als jemals zuvor in einem Jahr. Dabei zeigte sich vor allem der europäische Markt wieder stärker. Die Kaufkraft ist seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 wieder gestiegen. Die Verbraucher beginnen, mehr zu konsumieren und interessieren sich dabei für neue Modelle. So ging der deutsche Markt weiter nach oben. Hier registrierten die Behörden im vergangenen Jahr 3,4 Millionen neue Zulassungen – 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Weltweit gesehen messen die Autobesitzer dem Auto heute eine mindestens ebenso große (95 Prozent), wenn nicht sogar größere Bedeutung (68 Prozent) zu als noch vor 20 Jahren. Hauptgrund ist, dass der Motorisierungsgrad vor allem in den Schwellenländern stark ansteigt.

Auch für die Deutschen ist Mobilität nach wie vor sehr bedeutsam – sie ist aber nicht mehr untrennbar mit dem Besitz eines eigenen Pkw verbunden. So denken zwar 86 Prozent der Befragten, dass das Auto in zehn Jahren mindestens genauso wichtig sein wird wie heute. Immerhin 83 Prozent können sich dabei aber vorstellen, auf ein eigenes Fahrzeug zu verzichten.

Das Auto gilt auch als wichtiger Begleiter Alltagsaufgaben zu erleichtern

Gerade für Familien ist das Auto eine wichtige Stütze.
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Für 91 Prozent der Befragten ist das Auto ein Synonym für Freiheit. Die Globalisierung macht das Reisen immer einfacher und schneller. „In einem solchen Umfeld steht das Auto mehr denn je für Unabhängigkeit und Willensfreiheit“, erklärt Gerd Hornbergs, Geschäftsführer von Consors Finanz.

Ebenso viele Verbraucher schätzen das Auto aber auch für seinen praktischen Wert. Sie brauchen es eben nicht nur, um zu reisen, sondern auch um ihrer Arbeit nachzugehen, die Familie von A nach B zu bringen oder für den Einkauf. Unabhängig von Nationalität und Wohnort schätzen die Befragten das Auto gerade aufgrund dieser vielfältigen Einsatzmöglichkeiten.

Hinzu kommt das Fahrvergnügen, das offenbar untrennbar mit dem guten Image des Autos verbunden ist. Mehr als acht von zehn Autofahrer (84 Prozent) erklären, dass sie sehr gerne Auto fahren. In Deutschland sind es sogar 89 Prozent. Generell ist das Auto für sieben von zehn Autofahrern ein Objekt, das zum Vergnügen da ist.

„Die Ergebnisse zeigen insgesamt, dass das Auto stark mit der Lebensweise in unserer Gesellschaft verbunden ist. Es ist Gebrauchsobjekt und gilt als unverzichtbar“, resümiert Gerd Hornbergs. An dieser allgemeinen Gefühlslage ändern auch die rasanten Umbrüche in der Industrie nichts.

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Mazda weitet Produktion des CX-5 auf Hofu aus

Do, 19/10/2017 - 14:07

Mazda hat mit der Produktion des neuen CX-5 im Werk Hofu im Süden Japans begonnen. Das Unternehmen reagiert damit auf die weltweit steigende Nachfrage nach Crossover-SUV-Modellen wie dem CX-5, der bisher im Mazda Hauptwerk in Hiroshima sowie in China und in Malaysia produziert wird.

Erfolgsmodelle CX-3 und CX-5 kommen nun aus Hofu

Das anvisierte Jahres-Gesamtproduktionsziel liegt bei insgesamt 1,65 Millionen Einheiten. Mit einem flexibleren Produktionssystem kann das Unternehmen der steigenden Nachfrage Rechnung tragen. So wird bereits seit Dezember des letzten Jahres auch der erfolgreiche kleine Crossover Mazda CX-3 nicht nur im Werk Hiroshima, sondern ebenfalls im Werk Hofu produziert. Im August wurde damit begonnen, das Produktionssystem in Hiroshima für die Fertigung von Crossover-Modellen zu verbessern.

Mazda produziert im 110 Kilometer südwestlich der Firmenzentrale in Hiroshima gelegenen Werk Hofu neben dem Kleinwagen Mazda2, dem kompakten Mazda3 und dem Mittelklasse-Modell Mazda6 auch Skyactiv-Getriebe. Die Getriebeproduktion startete 1981, die Fahrzeugproduktion ein Jahr später. 2013 lief das zehnmillionste Fahrzeug vom Band.

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Ratgeber: Sicher durch die Dunkelheit

Do, 19/10/2017 - 13:51

Die Tage werden kürzer und die früher einsetzende Dämmerung und Dunkelheit bedeuten für Fußgänger, Rad- und Autofahrer ein erhöhtes Risiko im Straßenverkehr. 2016 sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bei 74 888 Unfällen mit Personenschaden 1069 Menschen bei Dämmerung und Dunkelheit getötet worden. 98 197 sind verletzt worden, davon 18 212 schwer.

Dunkelheit erhöht Unfallrisiko drastisch

„Das Unfallrisiko Dunkelheit wird immer noch von vielen Verkehrsteilnehmern unterschätzt“, sagt Christian Kellner, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR). So seien viele Fußgänger mit dunkler Kleidung unterwegs. Ihnen ist oft nicht bewusst, wie spät sie damit erst von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen werden. Ein dunkel gekleideter Fußgänger ist von einem Autofahrer bei schlechten Sichtverhältnissen erst aus rund 25 Metern Entfernung zu erkennen. „Der Anhalteweg eines Autos beträgt bei einer Gefahrbremsung nach gängiger Faustregel bei Tempo 50 rund 28 Meter. Somit kann das Fahrzeug nicht mehr rechtzeitig zum Stehen gebracht werden, wenn der Passant die Fahrbahn betritt“, mahnt der DVR-Hauptgeschäftsführer. Trägt ein Fußgänger jedoch Kleidung mit reflektierenden Materialien, verbessert sich seine Sichtbarkeit auf bis zu 140 Meter.

Moderne Notbrems-Assistenten erkennen auch in der Dunkelheit Risikofaktoren im Verkehr. 
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Nicht nur für Kinder, auch für Erwachsene sind daher Kleidung oder Taschen mit reflektierenden Materialien ein Sicherheitsgewinn in der Dunkelheit. Sie werfen das Scheinwerferlicht von Kraftfahrzeugen oder Fahrrädern direkt zurück und erhöhen die Sichtbarkeit. Sicherheitszubehör und Kleidung aus retroreflektierendem Material erkennen Verbraucher an der Bezeichnung DIN EN 13356. Leuchtflächen auf Schultaschen tragen das Kennzeichen DIN 58124, erläutert der Verkehrssicherheitsrat.

Auf eine gute Sichtbarkeit kommt es auch bei Fahrradfahrern an. Hier kann zum Beispiel eine über der Kleidung getragene Sicherheitsweste die Sicherheit deutlich erhöhen. Die Weste sollte die Norm EN ISO 20471 erfüllen. Radfahrer sollten zudem die Beleuchtung am Fahrrad überprüfen. Sind alle Reflektoren vorhanden und funktioniert die Lichtanlage einwandfrei?

Autofahrer sollten in der dunklen Jahreszeit ihre Fahrweise den Sichtverhältnissen anpassen und langsamer unterwegs sein. Vor Fahrtbeginn sollten sie zudem für eine gute Rundumsicht sorgen und beschlagene oder vereiste Fensterscheiben vollständig freikratzen. Eine kleine Freifläche schafft nur ein sehr beengtes Blickfeld oder vergrößert in Kurven das Risiko des „toten Winkels“. Ebenfalls wichtig sind Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage und Wischer, die keine Schlieren hinterlassen. Auch die Scheinwerfer müssen frei von Schmutz sein und ordnungsgemäß funktionieren. Das Kfz-Gewerbe und die Deutsche Verkehrswacht (DVW) bieten im Oktober wieder kostenlose Lichttests an, bei denen die Funktion und Einstellung der Fahrzeugbeleuchtung überprüft werden.

Grundsätzlich gilt für Auto- und Motorradfahrer, dass größerer Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und eine den schlechteren Sichtverhältnissen angepasste Geschwindigkeit die Gefahren deutlich reduzieren. Herbstlaub und Regen verwandeln die Straße in eine Rutschbahn mit verlängertem Bremsweg. Erhöhte Glättegefahr durch Nachtfrost besteht in den frühen Morgenstunden besonders unter Brücken und auf schattigen Abschnitten.

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